Glossar

Eine Auswahl an Worten und speziellen grammatikalischen Besonderheiten, die im Buch Vom ewig beginnenden Ende und in diesen Webseiten vorkommen.



 

 

Bewusstsein

Für dieses Wort gibt es keine klare Definition. Je nachdem, in welchem Zusammenhang es verwendet wird, wechselt auch seine Bedeutung.


Ich-Bewusstsein 

Es gibt das Ich-Bewusstsein des Menschen. Er ist sich seiner selbst und seiner Umwelt gewahr und kann sich darin als eigenständiges individuelles Wesen erkennen. Der Ausspruch: "Ich denke, also bin ich" des Philosophen René Descartes (1596 – 1650) bringt dies auf den Punkt. Seit Descartes wurde die Fähigkeit, ein Ich-Bewusstsein zu erlangen, vor allem dem logischen, rational orientierten Verstand zugeordnet. In den letzten Jahrzehnten erweiterte sich dieser Horizont, ein «emotionales», gefühlsorientiertes Ich-Bewusstsein oder ein «soziales» Wir-Bewusstsein wird ebenfalls als ein Teil des menschlichen Bewusstseins anerkannt und mit einbezogen.

Ob und wie die Tiere ein eigenes Ich-Bewusstsein ausbilden können, ist in der Bewusstseinsforschung noch umstritten. In Ansätzen wird erkennbar, dass zumindest Schimpansen, Delfine, Raben, Pferde oder Hunde auch eine Art Individualbewusstsein über sich selber haben.

 

Bewusst und Unbewusst 

In der Psychologie und in der Medizin gibt es die Unterscheidung zwischen bewussten und unbewussten Handlungsweisen, Erlebnissen und Erfahrungsinhalten. Auch hier ist Bewusstsein gekoppelt mit dem persönlichen Ich, dem persönlichen Geist (Verstand) oder der persönlichen Wahrnehmungsfähigkeit. Es sind Zustände möglich wie Bewusstlosigkeit, Ohnmacht, Verwirrtheit, Wachbewusstsein, Traum, Meditation, erweiterte Wahrnehmung.

 

Transpersonales Bewusstsein 

In der psychologisch-spirituellen Betrachtungsweise (z.B. in der Psychosynthese) gibt es jenseits des Ich-Bewusstseins weitere «transpersonale» Bewusstseinsebenen, die eng mit dem Ich-Bewusstsein verwoben sind. Dazu gehören zum Beispiel die Bewusstseinsebene des «Höheren Selbst» und die Ebene der «Seele». Diese verschiedenen Gewahrseinsebenen stehen in einer andauernden «Verbindung» zueinander und inspirieren einander in vielfältiger Weise. 

 

Metaphysisches Bewusstsein 

In der metaphysischen Betrachtungsweise wird Bewusstsein in einer nicht personenbezogenen Weise benutzt. Es ist ein Bewusstsein, das allem inne wohnt und auch als «Geist» bezeichnet wird. Wobei dieser Geist oder dieses Bewusstsein eine formlose, alles durchdringende, alles bewirkende Kraft ist, die im materiellen wie im immateriellen Bereich der Existenz eine übergreifende Wirkung erzeugt.

Im Buch Vom ewig beginnenden Ende und in diesen Webseiten ist vor allem von diesem «formlosen Bewusstsein», das in allem und mit allem ist, die Rede. Es kann auch als «der schöpferische Gedanke», als «das schöpferische Empfinden» oder als «das natürliche Schöpferprinzip» bezeichnet werden. Es ist ein Bewusstsein, das zuerst als Idee, als Absicht, als Freude, als Liebe, in einer «leeren», wirkungslosen Weise, als «Nichts», in sich ruht. Tritt dieses ruhende Sein in Aktion, entfaltet es seine schöpferischen Potenziale (z.B. Energie und Information). Diese erzeugen aus sich heraus immaterielle Ebenen der Wirklichkeit und innerhalb dieser erzeugen sie materielle Wirklichkeiten, in denen als «Prunkstück» ein sich selbst bewusster Mensch «auftauchen» kann und sich irgendwann fragen wird: Worin nur, bin ich hier erwacht

 

Integrales Bewusstsein 

Wie es in dem Buch Vom ewig beginnenden Ende und in diesen Webseiten dargelegt wird,
beinhaltet es die Integration von Ich-Bewusstsein, Transpersonalem Bewusstsein und Metaphysischem Bewusstsein. Aus einer erweiterten Ebene heraus betrachtet zeigt sich, wie aus dem metaphysischen, primär schöpferischen Bewusstsein heraus ein transpersonales Bewusstsein seine eigenen «Formen» ausbilden und annehmen kann. Und weiter, wie das transpersonale Bewusstsein in sich selbst die Ebene des Ich-Bewusstseins erblühen lässt. All dies erzeugt ein integrales Verwobensein von verschiedenen Bewusstseinsebenen und Bewusstseinsarten, die zusammen ein vollständiges «Ganzes», eine miteinander wirkende «Einheit» bilden.

 

Bewusstseinsreisen 

Dies ist die Fähigkeit, während eines ruhigen stillen Momentes, z.B. einer Meditation, seinen «Ich-bewussten Geist« an einen anderen Ort hin auszuweiten. Mit genügender Übung, Ausdauer und auch Lockerheit wird es gelingen, den «eigenen Geist», das Ich-Bewusstsein, auf Reisen zu schicken (es ist allerdings eher ein Ausweiten des eigenen Bewusstseinsraumes). Der Bewusstseinsmittelpunkt bleibt im Idealfall immer im Körper und der Reisende ist sich andauernd bewusst: Ich bin in meinem Körper zuhause und zugleich bin ich dort, wo mich die Reise hingeführt hat. Das Bewusstsein kann sich in einen Baum, in einen Stein, in ein Tier hinein ausweiten und diese Bewusstseinsart mitempfinden. Es kann sich auf die Erde ausweiten und sich darauf einstimmen, wie sie «klingt und schwingt», auf die Sonne oder das ganze Universum. Grenzen der Ausweitung sind keine zu finden, ausser denen, welche das eigene «eingeschränkte» Wahrnehmungsvermögen und die unbewusste Voreingenommenheit automatisch erzeugen werden. Ein versierter Reisender kann sein Bewusstsein auch auf andere Bewusstseinsebenen hin ausweiten. Ist er in sich «leer» und ohne die geringste «Voreingenommenheit», öffnet sich ein ungemein vielfältiger Horizont an erweiterten Wirklichkeiten.

Tagträumen ist auch eine Art von Bewusstseinsreise, jedoch wird diese meist in einer sehr unbewussten Weise erlebt, wenn sie überhaupt bewusst wahrgenommen wird.

 

Dualität – Polarität 

Worin liegt der Unterschied zwischen der Dualität und der Polarität?

Bei der Dualität wirken zwei gleiche Aspekte, die dem gleichen Einen entsprungen sind, miteinander in der gleichen Realität. Das ursprüngliche Eine hat sich in zwei gleiche «Teile» hineingeboren. Diese zwei Teile sind in sich gleich, jedoch ist ein Teil eher maskulin und ein Teil eher feminin geprägt. Auf diese Weise können sie einander in all den möglichen Facetten widerspiegeln. Dies bildet die Grundlage der Dualität.

Bei der Polarität bilden diese zwei gleichen Teile je einen der beiden Aspekte vollendet aus – der männliche Teil das Maskuline, der weibliche Teil das Feminine. Jeder dieser Teile zeigt so deutlich wie möglich, welche duale Dynamik sie in sich tragen und dies führt zu der Polarität. Sie repräsentiert das äusserst Mögliche der weiblichen oder der männlichen Ausdrucksweise.

Die Polarität bildet die «Spannungsbreite», das «Spannungsspektrum» in einer Realität heraus, in der die Dualität zur Entfaltung gelangen will.

Die Polarität erzeugt das Plus-Minus-Wirkungsfeld, in dem sich das duale Sein entfalten und erkennen kann.

Dualität an sich kann in sich vollständig ausgewogen, vollständig homogen, vollständig gleich sein, beide Aspekte gleich wirkend in sich tragend.

Dualität kann auch nur eine Seite, eine Dynamik zum Ausdruck bringen, indem sie die andere Seite möglichst vollkommen ignoriert. Dies ist ein Zustand, bei dem die Polarität in ihrer reinen Form zutage treten kann.

 

Zusammengeschriebene Wörter (z.B. RaumZeit) 

Indem die beiden zusammengefügten Wörter gross geschrieben werden, wird zum einen die Einheit dieser zwei eigenständigen Charaktere hervorgehoben und zum anderen wird gezeigt, dass sie trotz dieser Einheit ihre Eigenständigkeit bewahren.